Paradox des SYSTEMA

Ein Paradox des SYSTEMA ist, dass zwei sich scheinbar widersprechende Phänomene hier doch noch unter einem Dach „wohnen“. SYSTEMA behauptet frei in der Anwendung zu sein. Gleichzeitig verlangt es, dass man sich strickt an die Prinzipien hält. Wie geht das?More...
Wenn man aufhört, SYSTEMA frei anzuwenden, unterscheidet es sich kein bißchen von Kampfkünsten, die auf festen Techniken und Technikabläufen, taktischen Schemata und technischen Regeln basieren. In so einem Fall haben wir kein SYSTEMA mehr, sondern lediglich eine „Momentaufnahme“ davon.
Aber wenn man sich so viel Freiheit erlaubt, dass man die grundlegenden Prinzipien verlässt und anfängt, es mit allen möglichen Ideen zu „verkuppeln“, hört SYSTEMA auf, SYSTEMA zu sein.
Und gerade diese Prinzipien, die die Einzigartigkeit des SYSTEMA wie eine Festungsmauer umgeben und sie vor Auflösung in der weiten Welt der Kampfkünste schützt und bewahrt, sorgen für eine Grenzenlosigkeit des SYSTEMA in der Anwendung.
Ein Beispiel: Eins der Prinzipien ist eine ununterbrochene Atmung. Wenn man aber sagt, man wolle frei sein von solchen Vorschriften und atmen, wie es einem gefällt, belastet man automatisch sein Herz-Kreislaufsystem und seine Psyche. Dadurch verspannt sich die Muskulatur mehr als nötig, und man ist eingeschränkt in den Anwendungen des SYSTEMA.
Dasselbe gilt für alle Prinzipien des SYSTEMA: Solange wir uns strickt daran halten und unsere Freiheit damit scheinbar einschränken, können wir uns frei entfalten. Das Motto des Trainings lautet also: Halte dich an Prinzipien und mach, was du willst!

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